Bewertung

Bambu Lab A1 Combo: Bewertung 2026

Bambu Lab A1 Combo im Detail: 256-mm-Bauraum, AMS lite für vier Farben, vollautomatische Kalibrierung, leiser Betrieb. Für wen der offene Einsteigerdrucker passt.

Redaktion von Beste 3D-Drucker Veröffentlicht am
Bambu Lab A1 Combo

Bambu Lab A1 Combo

4,3

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Der A1 Combo ist der einfachste Weg zum Mehrfarbdruck mit PLA und PETG: auspacken, kalibrieren lassen, losdrucken. Wer technische Kunststoffe drucken will, greift besser zu einem geschlossenen Modell.

Stärken

  • Vollautomatische Kalibrierung vor jedem Druck, auch der Düsendruck
  • AMS lite für vier Farben im Lieferumfang
  • Großer Bauraum von 256 × 256 × 256 mm für einen offenen Einsteigerdrucker
  • Leise laut Hersteller, mit aktiver Motorgeräuschunterdrückung

Schwächen

  • Offene Bauweise: ABS, ASA, PC und Nylon laut Hersteller nicht empfohlen
  • Maximal vier Farben, nur ein AMS lite anschließbar
  • Braucht in der Tiefe viel Platz, weil sich das Druckbett bewegt

Der Bambu Lab A1 Combo in Kürze

Der Bambu Lab A1 Combo ist der offene Einstiegsdrucker von Bambu Lab mit großem Bauraum. Anders als der geschlossene Bambu Lab P1S Combo ist er ein sogenannter Bettschubser: Das Druckbett fährt nach vorn und hinten, der Druckkopf bewegt sich seitlich und in der Höhe. Im Combo liegt das AMS lite bei, eine Einheit für vier Spulen, mit der der A1 automatisch Farben wechselt. Das bei Amazon angebotene Paket enthält zusätzlich ein LED-Lampen-Set, mit dem sich gedruckte Lampenschirme zu Dekoleuchten machen lassen. Der Preis liegt derzeit zum aktuellen Preis bei Amazon.

Bei Amazon kommt der A1 Combo auf 4,3 von 5 Sternen aus 386 Bewertungen. Das ist eine solide und breite Basis.

Wir haben die Angaben der offiziellen Produktseite im EU-Shop von Bambu Lab und der Produktbeschreibung bei Amazon zusammengetragen und ordnen sie ein. Ein eigener Druckversuch liegt dieser Bewertung nicht zugrunde.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalBambu Lab A1 Combo
Bauraum (B × T × H)256 × 256 × 256 mm
Bauweiseoffener Rahmen, bewegtes Druckbett
Hotend / DüseGanzmetall, Edelstahl 0,4 mm (0,2 / 0,6 / 0,8 mm optional)
Max. Düsentemperatur300 °C
Max. Druckbetttemperatur100 °C, strukturierte PEI-Platte im Lieferumfang
Max. Geschwindigkeit / Beschleunigung500 mm/s / 10.000 mm/s²
Filamente „ideal“PLA, PETG, TPU, PVA
Nicht empfohlenABS, ASA, PC, PA, PET, carbon- und glasfaserverstärkte Polymere
Kameraniedrige Bildrate, bis 1080p, Zeitraffer
SensorenFilamentsensor, Filament-Odometrie, Verhedderungssensor, Stromausfall-Wiederaufnahme
Abmessungen / Gewicht465 × 410 × 430 mm / 8,3 kg netto
Combo-Verpackung560 × 540 × 430 mm, 13,5 kg brutto
Lautstärke49 dB laut Bambu-Shop, ≤ 48 dB laut Amazon-Beschreibung
MehrfarbeAMS lite, 4 Spulen, RFID-Erkennung für Bambu-Filament

Kalibrierung: der eigentliche Grund für den A1

Was den A1 für Einsteiger so attraktiv macht, ist die Automatik. Bambu Lab beschreibt, dass der Drucker vor jedem Druckauftrag Z-Offset, Bettnivellierung, Vibrationsresonanz und Düsendruck selbst kalibriert. Dazu gehören ein Düsendrucksensor und Beschleunigungsmesser. Laut Amazon-Beschreibung passt eine aktive Flussratenkompensation die Extrusion in Echtzeit an, um glatte Oberflächen zu erzielen.

Wer früher einen klassischen Bettschubser eingerichtet hat, kennt das Gegenteil: Papierstreifen unter der Düse, Schrauben am Druckbett, viele misslungene erste Schichten. Genau diese Hürde nimmt der A1 weg. Zusammen mit der Modellbibliothek MakerWorld, aus der sich Modelle mit einem Klick an den Drucker schicken lassen, ist der Weg vom Auspacken zum ersten Druck kurz.

AMS lite: vier Farben, nicht mehr

Das AMS lite steht neben dem Drucker und hält vier Spulen auf drehbaren Haltern. Per RFID erkennt es Bambu-Filamente und übernimmt deren Druckprofile. Für Mehrfarbdruck ist das ein bequemer Einstieg: Schilder, Figuren oder Schlüsselanhänger mit Schrift gelingen ohne Umbau.

Die Grenze ist klar dokumentiert: Der A1 unterstützt nur ein AMS lite, also maximal vier Farben. Laut Hersteller lässt sich mit dem Zubehör AMS-Hub (SA013) auch das größere AMS, das AMS 2 Pro oder das AMS HT anschließen. Wie bei jedem Einkopfsystem kostet jeder Farbwechsel Zeit und Filament, weil die alte Farbe aus der Düse gespült wird.

Geschwindigkeit und Mechanik

Mit bis zu 500 mm/s und 10.000 mm/s² Beschleunigung ist der A1 schnell für einen Bettschubser, bleibt bei der Beschleunigung aber hinter den CoreXY-Druckern mit 20.000 mm/s² zurück. Das liegt in der Natur der Bauart: Das ganze Druckbett samt Bauteil muss bewegt werden. Linearschienen mit geringem Widerstand und die automatische Vibrationskompensation sollen laut Bambu Lab trotzdem für gleichmäßige Ergebnisse sorgen.

Eine Folge der Bauweise betrifft den Platz: Weil das Druckbett nach vorn und hinten fährt, braucht der A1 in der Tiefe mehr Raum als seine Grundfläche von 465 × 410 mm vermuten lässt. Das AMS lite kommt seitlich dazu. Laut Hersteller lässt sich das AMS lite auch oben am Rahmen montieren; Halterungen dafür gibt es als Modelle auf MakerWorld.

Materialien: PLA, PETG und TPU ja, ABS eher nicht

Bambu Lab ist hier sehr offen. Als ideal gelten PLA, PETG, TPU und PVA. ABS, ASA, PC, PA, PET sowie faserverstärkte Filamente stuft der Hersteller als „nicht empfohlen“ ein. In den häufigen Fragen erklärt Bambu Lab den Grund: Wegen des offenen Rahmens und der niedrigen Umgebungstemperatur drohen bei großen Modellen und hoher Fülldichte Verzug und geringere Festigkeit zwischen den Schichten. Kleine Teile mit geringer Fülldichte seien dagegen möglich.

Ein Gehäuse nachzurüsten empfiehlt der Hersteller ausdrücklich nicht. Und weil ab Werk eine Edelstahldüse verbaut ist, rät Bambu Lab für Filamente mit harten Partikeln, etwa PLA-CF, PETG-CF oder nachtleuchtendes PLA, zu einer Düse aus gehärtetem Stahl. Laut Amazon-Beschreibung lässt sich die Düse dank Schnellwechselsystem einfach tauschen.

Lautstärke und Aufstellung

Bambu Lab wirbt mit einer aktiven Motorgeräuschunterdrückung: Der Drucker kalibriert Parameter, um Unterschiede zwischen den einzelnen Antriebsmotoren auszugleichen und die harten Anteile des Motorgeräuschs zu dämpfen. Im Shop nennt der Hersteller 49 dB, die Amazon-Beschreibung „≤ 48 dB“. Damit eignet sich der A1 für Arbeitszimmer oder Wohnzimmer; Lüfter und das Abschneiden des Filaments beim Farbwechsel bleiben hörbar.

Weil der A1 offen ist, gelangen Dämpfe direkt in den Raum. Bei PLA und PETG ist das wenig problematisch, trotzdem sollte der Raum gelüftet werden können.

Rückruf 2024: was man wissen sollte

Im Januar 2024 hat Bambu Lab den A1 wegen eines Problems mit dem Heizbettkabel zurückgerufen. Der Hersteller schreibt im Shop, dass A1-Drucker, die nach dem 30. Januar 2024 verkauft wurden, nicht aus der betroffenen Charge stammen. Das überarbeitete Kabel hat laut Bambu Lab eine Kevlar-Verstärkung, eine dickere Isolierung, weicheres Kupfer, eine Nylonummantelung und eine verbesserte Zugentlastung.

Für wen eignet sich der A1 Combo?

Gut geeignet für:

  • Einsteiger, die ohne Einstellarbeit mehrfarbig drucken wollen.
  • Familien und Hobbyisten, die vor allem PLA, PETG und TPU verwenden.
  • Alle, die einen großen Bauraum zum moderaten Preis suchen und kein Gehäuse brauchen.

Weniger geeignet für:

  • Wer ABS, ASA, PC oder Nylon für hitzefeste Teile drucken will.
  • Wer mehr als vier Farben in einem Modell plant.
  • Wer wenig Tiefe auf dem Tisch hat oder den Drucker in einem Schrank betreiben möchte.

Alternativen

Wer ein Gehäuse für ABS und ASA möchte, aber im Bambu-System bleiben will, wählt den Bambu Lab P1S Combo. Einen geschlossenen CoreXY-Drucker mit gehärteter Düse bietet der Elegoo Centauri Carbon 2 Combo in einer ähnlichen Preisklasse. Wer wenig Platz hat und mit kleineren Teilen auskommt, schaut sich den Bambu Lab A1 mini mit 180 mm Bauraum an.

Alle Modelle im Überblick zeigt unser 3D-Drucker-Vergleich 2026.

Unser Fazit

Der Bambu Lab A1 Combo macht den Einstieg in den 3D-Druck so einfach wie kaum ein anderer Drucker: vollautomatische Kalibrierung vor jedem Druck, vier Farben ab Werk, großer Bauraum und ein leiser Betrieb. Seine Grenzen zieht Bambu Lab selbst klar: Technische Kunststoffe wie ABS oder Nylon gehören nicht zu seinen Stärken, und mehr als vier Farben sind nicht vorgesehen. Wer vor allem PLA und PETG druckt, bekommt hier ein ausgereiftes und gut dokumentiertes Gerät.

Quellen

Häufige Fragen

Ist der Bambu Lab A1 Combo für Anfänger geeignet?

Ja. Laut Hersteller kalibriert der A1 Z-Offset, Bettnivellierung, Vibrationsresonanz und Düsendruck vor jedem Druck selbst. Mit PLA, PETG und TPU, die Bambu Lab als ideal einstuft, gelingt der Einstieg ohne manuelles Feintuning.

Kann man den A1 mit 16 Farben nutzen?

Nein. Bambu Lab schreibt, dass der A1 nur ein AMS lite unterstützt, also höchstens vier Farben. Mit dem Zubehör AMS-Hub (SA013) lassen sich auch AMS, AMS 2 Pro oder AMS HT anschließen.

Kann der A1 ABS oder ASA drucken?

Laut Hersteller nur eingeschränkt. Wegen des offenen Rahmens drohen bei großen Teilen und hoher Fülldichte Verzug und schwache Schichthaftung. Kleine Teile mit geringer Fülldichte sind möglich. Ein Einhausen des A1 empfiehlt Bambu Lab nicht.

Ist der A1 von dem Rückruf aus dem Jahr 2024 betroffen?

Laut Bambu Lab nicht: A1-Drucker, die nach dem 30. Januar 2024 verkauft wurden, stammen nicht aus der zurückgerufenen Charge und haben ein verbessertes Heizbettkabel mit Kevlar-Verstärkung, dickerer Isolierung und Zugentlastung.

Wie laut ist der A1 Combo?

Bambu Lab nennt im eigenen Shop 49 dB, die Produktbeschreibung bei Amazon „≤ 48 dB“. Beides ist für einen 3D-Drucker leise; Lüfter und Farbwechsel sind trotzdem hörbar.