Bewertung

Elegoo Centauri Carbon 2 Combo: Bewertung 2026

Elegoo Centauri Carbon 2 Combo im Detail: geschlossener CoreXY, CANVAS für vier Farben, 350-°C-Düse aus gehärtetem Stahl. Stärken, Schwächen, für wen er passt.

Redaktion von Beste 3D-Drucker Veröffentlicht am
Elegoo Centauri Carbon 2 Combo

Elegoo Centauri Carbon 2 Combo

4,2

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Der Centauri Carbon 2 Combo bietet geschlossenes Gehäuse, gehärtete Düse und Vierfarbdruck zu einem Preis, für den es sonst offene Drucker gibt. Wer auf 16 Farben und eine beheizte Kammer verzichten kann, bekommt viel Drucker fürs Geld.

Stärken

  • Geschlossenes Gehäuse und gehärtete 350-°C-Düse in der Einstiegspreisklasse
  • CANVAS für vier Farben mit RFID-Erkennung und automatischem Nachfüllen
  • Leise: laut Hersteller ≤ 45 dB im Leisemodus
  • Doppelseitige Druckplatte mit PLA- und PEI-Seite

Schwächen

  • Keine aktive Kammerheizung
  • Maximal vier Farben, Spulen hängen offen
  • TPU im Combo nur mit Adapter und abgezogenem CANVAS-Kabel

Der Elegoo Centauri Carbon 2 Combo in Kürze

Der Elegoo Centauri Carbon 2 Combo ist der Nachfolger des Centauri Carbon und bringt jetzt Mehrfarbdruck mit. Elegoo kombiniert einen geschlossenen CoreXY-Drucker mit 256 mm Bauraum, eine 350-°C-Düse aus gehärtetem Stahl und die Vierfarbeinheit CANVAS. Damit bietet er Merkmale, die man in dieser Preisklasse sonst selten zusammen findet. Bei Amazon kostet das Paket derzeit preis ansehen.

Bei Amazon hat der Drucker eine Durchschnittsnote von 4,2 von 5 Sternen aus 686 Bewertungen, also eine breite Grundlage. CHIP vergibt für den Combo die Gesamtnote „gut“ (1,6) und listet ihn in seiner Bestenliste für 3D-Drucker auf Platz 7 von 13 (Stand: 8. November 2026).

Wir haben die Angaben der offiziellen deutschen Produktseite von Elegoo, die Produktbeschreibung bei Amazon und die Bewertung von CHIP zusammengetragen und ordnen sie ein. Ein eigener Druckversuch liegt dieser Bewertung nicht zugrunde.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalElegoo Centauri Carbon 2 Combo
Bauraum256 × 256 × 256 mm
BauweiseCoreXY, geschlossene Kammer, Aluminium-Druckgussrahmen
Düsegehärteter Stahl, 0,4 mm, max. 350 °C, Heatbreak aus Titanlegierung
Druckbettmax. 110 °C, doppelseitige Federstahlplatte (strukturiertes PEI + PLA-Seite)
Geschwindigkeitbis 500 mm/s (empfohlen 250 mm/s)
BeschleunigungStandard 10.000 mm/s², max. 20.000 mm/s²
Druckgenauigkeit / Schichthöhe± 0,1 mm / 0,1–0,4 mm
Nivellierung121 Punkte, automatisch, Auto-Z-Offset
Filamenteideal: PLA, PETG, ABS, ASA; kompatibel: TPU, PC, PA, PET, faserverstärkt
Sensoren / Kamera31 Sensoren, Kamera, Stromausfall-Wiederaufnahme
Bildschirm5 Zoll, kapazitiv, Menü auch auf Deutsch
VerbindungUSB, WLAN
Abmessungen / Gewicht500 × 480 × 743 mm / 19,35 kg netto
Strom100–240 V AC, 1100 W bei 220 V
Lautstärke≤ 45 dB (Leisemodus, Herstellermessung)

Gehäuse, Düse und Materialien

Der Centauri Carbon 2 ist rundum geschlossen. Elegoo beschreibt eine Kammer mit Wärmeabdeckung und einem automatisch gesteuerten „intelligenten Gitter“ im Druckbettbereich, das die Temperatur für das jeweilige Filament halten soll. Eine aktive Kammerheizung wie beim Creality K2 Pro Combo führt Elegoo im Datenblatt nicht auf; die Wärme kommt vom bis zu 110 °C heißen Druckbett.

Als ideal stuft Elegoo PLA, PETG, ABS und ASA ein, kompatibel sind TPU, PC, PA, PET und faserverstärkte Filamente. Die Düse aus gehärtetem Stahl erreicht 350 °C, das sind 50 °C mehr als beim Bambu Lab P1S Combo. Für Carbon- und Glasfaserfilamente ist die gehärtete Düse ein echter Vorteil, denn diese Materialien schleifen Edelstahl- und Messingdüsen schnell aus.

Ein Kühlsystem mit Hochgeschwindigkeitslüftern, von Elegoo „360°-Kühlung“ genannt, soll die Temperatur in der Kammer stabil halten. Ein Abluftfilter ist eingebaut; sein Zustand gehört zu den Punkten, die der Drucker selbst überwacht.

CANVAS: vier Farben, sauber gelöst

CANVAS ist die Mehrfarbeinheit von Elegoo. Vier unabhängige Motoren sorgen laut Hersteller für schnelle Farbwechsel. RFID-Filamente von Elegoo erkennt das System automatisch und übernimmt die passenden Druckeinstellungen. Bei mehreren gleichen Rollen springt mit „Auto Nachfüllen“ die nächste Rolle ein, sobald eine leer ist. Knoten und Verwicklungen werden erkannt, der Druck pausiert, und der verbesserte Spulenhalter rollt ungenutztes Filament wieder auf.

Die Grenzen: CANVAS ist auf vier Farben ausgelegt, ein Ausbau auf 16 Farben wie bei Bambu Lab, Creality oder Anycubic ist nicht vorgesehen. CHIP merkt an, dass die Filamentspulen offen hängen und damit nicht vor Feuchtigkeit geschützt sind. Der Spulenhalter passt für Innendurchmesser von 53 bis 58 mm, für größere Kerne braucht es einen gedruckten Adapter. TPU läuft nicht über CANVAS: Dafür wird laut Elegoo ein mitgelieferter Adapter montiert und das CANVAS-Kabel abgezogen.

Mechanik und Druckqualität

Zwei 4260-Schrittmotoren treiben die X- und Y-Achse unabhängig an, metallische Linearführungen sollen für ruhigen, präzisen Lauf sorgen. Die Z-Achse läuft auf drei Spindeln und drei Linearschienen. Der Rahmen ist aus Aluminium-Druckguss. Elegoo gibt bis zu 500 mm/s und 20.000 mm/s² an, empfiehlt für den Alltag aber 250 mm/s, eine realistische Angabe.

Für die Oberflächenqualität sorgen Vibrationskompensation gegen Ringing und Geisterbilder sowie eine Pressure-Advance-Kalibrierung, die den Extrusionsfluss an die Kopfgeschwindigkeit anpasst. Die Nivellierung misst 121 Punkte, der Z-Offset wird automatisch eingestellt. CHIP bescheinigt eine größtenteils gute Druckqualität, nennt aber gewisse Probleme mit feinen Strukturen und den Hinweis, dass etwas Feintuning gefragt ist.

Die doppelseitige Druckplatte ist praktisch: Eine Seite ist speziell für PLA bei niedrigeren Temperaturen gedacht, die andere ist strukturiertes PEI für gute Haftung und leichtes Ablösen.

31 Sensoren und Software

Elegoo hebt 31 Sensoren hervor. Dazu gehören Verstopfungserkennung, Filament-Leerlaufwarnung, Prüfung des Filamentschneiders und des Abluftfilters, Lüfter-Selbsttest, Tropfenerkennung am Bauteillüfter, Überhitzungsschutz des Druckbetts und die Wiederaufnahme nach Stromausfall. Eine Kamera ist eingebaut.

Gesteuert wird über einen 5-Zoll-Touchscreen, der Drucker verbindet sich per WLAN oder USB-Stick; einen LAN-Anschluss nennt das Datenblatt nicht. Elegoo empfiehlt ElegooSlicer, unterstützt aber auch Orca und Cura. Über die Modellbibliothek Nexprint und die App ELEGOO Matrix lassen sich Modelle laden und Drucke aus der Ferne starten. CHIP berichtet allerdings von teilweisen Verbindungsproblemen mit der Cloud.

Lautstärke, Strom und Aufstellung

Elegoo wirbt mit höchstens 45 dB. Die Fußnote ist wichtig: Gemessen wurde im Elegoo-Labor mit PLA im Leisemodus und ausgeschaltetem Zusatzlüfter. Im schnellen Standardbetrieb ist mit höherer Lautstärke zu rechnen.

Die Nennleistung liegt laut Hersteller bei 1100 W an 220 V, ein Spitzenwert vor allem beim Aufheizen. CHIP hat im Druckbetrieb eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 115 W ermittelt. Mit 500 × 480 × 743 mm und 19,35 kg braucht der Drucker einen stabilen Tisch und etwas Platz nach oben, denn CANVAS sitzt oben auf dem Gerät.

Zum Lieferumfang gehören laut Elegoo neben Drucker und Touchscreen unter anderem Netzkabel, Werkzeug, USB-Stick, Schaber, vier Spulenhaltermodule, Filament-Hub, CANVAS-Halterung, Wärmeabdeckung, vier PTFE-Schläuche und eine Düsenreinigung.

Für wen eignet sich der Centauri Carbon 2 Combo?

Gut geeignet für:

  • Einsteiger mit kleinem Budget, die gleich einen geschlossenen Drucker wollen.
  • Alle, die neben PLA und PETG auch ABS, ASA oder Carbonfilamente ausprobieren möchten.
  • Nutzer, die vierfarbig drucken und keinen Wert auf 16 Farben legen.

Weniger geeignet für:

  • Wer große Teile aus PC oder Nylon drucken will und eine beheizte Kammer braucht.
  • Wer feuchteempfindliche Filamente geschützt lagern möchte, denn die Spulen hängen offen.
  • Wer mehrfarbig mit TPU drucken möchte.

Alternativen

Der Bambu Lab A1 Combo kostet ähnlich viel, ist aber offen und auf PLA, PETG und TPU ausgelegt; dafür gilt seine Kalibrierung als besonders einfach. Wer ein ausgereiftes geschlossenes System mit Ausbau auf 16 Farben sucht, greift zum Bambu Lab P1S Combo, der allerdings ab Werk eine Edelstahldüse hat.

Alle Modelle im direkten Vergleich zeigt unser 3D-Drucker-Vergleich 2026.

Unser Fazit

Der Elegoo Centauri Carbon 2 Combo vereint, was in dieser Preisklasse selten zusammenkommt: geschlossenes Gehäuse, gehärtete 350-°C-Düse, Vierfarbdruck mit RFID-Erkennung und einen leisen Betrieb. CHIP bestätigt ein gutes Gesamtbild mit Abstrichen bei feinen Strukturen und der Cloud-Anbindung. Die Grenzen liegen bei der fehlenden Kammerheizung, der Begrenzung auf vier Farben und den offen hängenden Spulen. Wer damit leben kann, bekommt eines der vielseitigsten Pakete unter 500 €.

Quellen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Centauri Carbon 2 und Centauri Carbon 2 Combo?

Das Combo enthält zusätzlich die Mehrfarbeinheit CANVAS mit vier Spulenhaltern, Filament-Hub, Halterung und PTFE-Schläuchen. Der Drucker selbst ist identisch; CANVAS lässt sich laut Elegoo auch einzeln nachkaufen.

Kann der Centauri Carbon 2 kohlefaserverstärktes Filament drucken?

Ja. Elegoo verbaut eine 350-°C-Düse aus gehärtetem Stahl und listet faserverstärkte Filamente als kompatibel. CANVAS verträgt laut Hersteller ebenfalls Fasern, Elegoo empfiehlt aber, die Zuführteile bei längerer Nutzung regelmäßig zu prüfen und zu tauschen.

Wie laut ist der Centauri Carbon 2?

Elegoo nennt höchstens 45 dB. Laut Fußnote wurde der Wert im Elegoo-Labor mit PLA im Leisemodus und ausgeschaltetem Zusatzlüfter gemessen; im normalen Betrieb ist mit mehr zu rechnen.

Kann man mit dem Combo TPU drucken?

Ja, aber nicht über CANVAS. Laut Elegoo installiert man den mitgelieferten Adapter für flexibles Filament (Datei auf dem USB-Stick) und zieht vor dem Druck das CANVAS-Kabel ab.

Passen Spulen anderer Hersteller?

Der Spulenhalter des Combos passt laut Elegoo für Spulen mit 53 bis 58 mm Innendurchmesser. Für größere Innendurchmesser ist ein gedruckter Adapter nötig.